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Fürst Laffranchi Bauingenieure GmbH

Solothurn Entlastung West, Aaresteg

Die Einwirkungen des Fussgängerverkehrs erlauben eine sehr leichte Gestaltung des Bauwerks, welches den Fluss als leichten Seilbinder überbrückt. Die Steifigkeit wird durch das unten angeordnete Spannseil erhöht.

Mit AxisVM konnten die geometrischen Nichtlinearitäten des Seilsystemes sowie der initiale Spannungszustand bei der Montage im Modell simuliert werden.

Aaresteg - GIF

Zitat Anfang Der Aaresteg steht mit seinem Erscheinungsbild im bewussten Gegensatz zur benachbarten Aarebrücke der Westumfahrung Solothurn. Die geringen Einwirkungen des Fussgängerverkehrs erlauben eine sehr leichte Gestaltung des Bauwerks, welches den Fluss als Seilbinder überbrückt. Aufgrund des benötigten Freiraums für die Schifffahrt muss der Brückenträger von den Ufern um mehr als drei Meter ansteigen, was Zugangsrampen in den Uferbereichen zur Gewährleistung einer behindertengerechten Nutzung erforderlich macht. Die Rampen lehnen sich in der Gestaltung des Querschnitts an die Form des Brückenträgers an, wodurch die Gehfläche als ein die Ufer verbindendes, leichtes Band erscheint.

Das Tragwerk im Flussbereich ist symmetrisch und in zwei kurze Randspannweiten von 15.1 m und in eine Mittelspannweite von 72m gegliedert. Die Pylone zur Führung des Seilsystems ragen 15 m über die Fahrbahn und der Seilbinder mit dreieckförmig angeordneten Hängern ermöglicht einen ausserordentlich schlanken, als Platte mit Randverstärkungen ausgebildeten Brückenträger, mit einer maximalen Höhe von 0.5m. Um die Steifigkeit des Seilsystems zu erhöhen, ist unter der Fahrbahn ein Spannseil angeordnet, welches den Spannungszustand in den Hängeseilen günstig beeinflusst.

Bedingt durch den Schifffahrtsverkehr erfolgte der Bau der Brücke ohne Gerüst durch Einhängen von vorfabrizierten Fahrbahnteilen, die zuerst zu einer Gelenkkette montiert und anschliessend monolithisch verbunden wurden.

Axis VM ermöglicht mit der Berücksichtigung der geometrischen Nichtlinearitäten des Seilsystemes und der Modellierung des initialen Spannungszustandes bei der Montage die Berechnung und Realisierung des Tragwerks mit dem leichten Seilbinder. Zitat - Ende


Fürst Laffranchi Bauingenieure GmbH, Wolfwil